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...die erste öffentliche Apotheke in Österreich schon 1303 in Innsbruck urkundlich erwähnt wurde und dass es in Österreich Klosterapotheken schon im 12 Jhd. gab?
Na, so alt ist die Apotheke Mauerbach noch nicht, aber bald haben wir auch unser Fünfjähriges!😁

Mag. Philipp Strobl und das Team der Apotheke Mauerbach

PS. Und sollte sich noch ein Historiker unter den Lesern befinden:

Die Vorläufer der Apotheken waren im 8. und 9. Jahrhundert ansässige Gewürzhändler im Vorderen Orient. Die ersten Apotheken wurden von Kaufleuten, die mit Heilkräutern und Gewürzen handelten, betrieben. 1241 wurde vom Stauferkaiser Friedrich II. das Edikt von Salerno erlassen (auch Constitutiones von Melfi genannt, sie wurden nämlich beim Hoftag in Melfi 1231 bereits angekündigt, kamen aber erst 1241 zum endgültigen Abschluß): die erste gesetzlich fixierte Trennung der Berufe Arzt und Apotheker. Ärzte durften keine Apotheke besitzen oder daran beteiligt sein. Arzneimittelpreise wurden gesetzlich festgeschrieben. Das Edikt von Salerno wurde Vorbild der Apothekengesetzgebung in ganz Europa.

ÖFFENTLICHE APOTHEKEN

Nach der Erlassung der Constitutiones von 1241 entstanden städtische Apothekenordnungen, in denen festgelegt wurde, dass Apotheken nur zum Verkauf von Arzneien gegründet werden dürfen. Im Laufe des 14. Jahrhundert wandeln sich die Apotheker vom fliegenden Händler zum Patrizier, der nicht nur Heilpflanzen, Gewürze und Drogen verkauft, sondern auch selbst Arzneimittel in der Offizin (von lat. officina, Werkstätte, Arbeitsraum) herstellt.

Die Apotheke der Franziskaner (kroat. Ljekarna Male braće) in Dubrovnik (eine Klosterapotheke die später auch öffentliche Apotheke wurde) wird oft als älteste Apotheke Europas bezeichnet.  Als Gründungsjahr wird 1317 angegeben, damit zählt sie jedenfalls zu den ältesten ununterbrochen betriebenen Apotheken Europas. Denn die 1312: gegründete (und damit 5 Jahre ältere) Apotheke Zum roten Krebs (U červeného raka) in Preßburg (ung. Pozsony, heute Bratislava) gibt es leider nicht mehr. Seit 1960 ist dort ein Pharmaziemuseum.

In Österreich wird die erste Apotheke 1303 in Innsbruck urkundlich erwähnt, 1320 in Wien, 1344 in Krems und 1348 in Wiener Neustadt.

Die älteste Wiener Apotheke ist die Feldapotheke „Zum goldenen Greif“, die, 1320 gegründet, bis heute auf dem Stephansplatz besteht. Es folgten „Zum schwarzen Bären“ und „Zum schwarzen Mohren“, die bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts zurückverfolgt werden können und denen „Zur goldenen Krone“ (spätestens 1380) und „Zum goldenen Hirsch“ folgten. Um 1440 wurden „Zum roten Krebs“ und „Zum weißen Engel“ gegründet. Die Namensgebung orientierte sich oft an bereits vorhandenen Hausschildern. Acht der ältesten Apotheken Wiens bestehen an neuen Standorten bis heute.

KLOSTERAPOTHEKEN

Im wesentlichen kann man in Österreich der Entwicklung nach zwei Arten von Klosterapotheken unterscheiden. Zunächst Klöster mit Pilgerherbergen (z.B. Benediktiner, Zisterzienser, Augustiner-Chorherren), die zur Pflege der Erkrankten Arzneien benötigten, die sie, solange es noch keine öffentlichen Apotheken gab, notgedrungen selber herstellen mussten. In Österreich ist die älteste dieser Klosterapotheken im 1074 gegründeten Benediktinerstift Admont mit Sicherheit Mitte des 12. Jhdt. nachweisbar. In Wien befand sich die älteste Pilgerherberge auf der Freyung und gehörte zu dem Kloster der 1158 durch Herzog Heinrich II. Jasomirgott nach Wien berufenen Schotten. Die Bedeutung dieser Klöster und ihrer Pilgerherbergen für die sanitäre Betreuung der Bevölkerung war sehr groß, waren doch besonders in den ländlichen Gebieten Österreichs bis weit in das 16. Jhdt. hinein Klöster fast die einzigen Stellen, an denen sich Kranke einigermaßen fachlichen Rat und Arzneien holen konnten. So gab es z.B. in Niederösterreich bis Mitte des 16. Jhdts. nur in vier Ortschaften öffentliche Apotheken (Wiener Neustadt, St. Pölten, Krems, Melk).

Die zweite Art von Klosterapotheken sind Apotheken, die von Orden errichtet wurden, deren Hauptaufgabe die Krankenpflege ist, und die daher immer mit einem Spital verbunden sind. Der erste Krankenpflegerorden in Österreich war der der Brüder vom Heiligen Geist (gegründet 1198). Dieser Orden übernahm das von Herzog Leopold V. 1211 gegründete bis 1529 bestehende Heiligengeistspital in Wien. (Das Spital stand am Wienfluss, heute 4. Bezirk, Karlsplatz/Wiedner Hauptstraße, seinerzeit außerhalb des Kärntnertors südlich des Wienflusses gelegen). Zu dieser zweiten Art von Klosterapotheken gehören auch die öffentlichen Apotheken der Spitäler der Barmherzigen Brüder und die nichtöffentlichen Apotheken der Klosterspitäler.

Ein herzliches Dankeschön an Mag. pharm. Franz Biba, der uns mit diesem historischen Einblick unterstützte.😊

...die erste öffentliche Apotheke in Österreich schon 1303 in Innsbruck urkundlich erwähnt wurde und dass es in Österreich Klosterapotheken schon im 12 Jhd. gab?
Na, so alt ist die Apotheke Mauerbach noch nicht, aber bald haben wir auch unser Fünfjähriges!😁

Mag. Philipp Strobl und das Team der Apotheke Mauerbach

PS. Und sollte sich noch ein Historiker unter den Lesern befinden:

Die Vorläufer der Apotheken waren im 8. und 9. Jahrhundert ansässige Gewürzhändler im Vorderen Orient. Die ersten "Apotheken" wurden von Kaufleuten, die mit Heilkräutern und Gewürzen handelten, betrieben. 1241 wurde vom Stauferkaiser Friedrich II. das "Edikt von Salerno" erlassen (auch "Constitutiones von Melfi" genannt, sie wurden nämlich beim Hoftag in Melfi 1231 bereits angekündigt, kamen aber erst 1241 zum endgültigen Abschluß): die erste gesetzlich fixierte Trennung der Berufe Arzt und Apotheker. Ärzte durften keine Apotheke besitzen oder daran beteiligt sein. Arzneimittelpreise wurden gesetzlich festgeschrieben. Das Edikt von Salerno wurde Vorbild der Apothekengesetzgebung in ganz Europa.

ÖFFENTLICHE APOTHEKEN

Nach der Erlassung der Constitutiones von 1241 entstanden städtische Apothekenordnungen, in denen festgelegt wurde, dass Apotheken nur zum Verkauf von Arzneien gegründet werden dürfen. Im Laufe des 14. Jahrhundert wandeln sich die Apotheker vom fliegenden Händler zum Patrizier, der nicht nur Heilpflanzen, Gewürze und Drogen verkauft, sondern auch selbst Arzneimittel in der Offizin (von lat. officina, "Werkstätte", "Arbeitsraum") herstellt.

Die Apotheke der Franziskaner (kroat. Ljekarna Male braće) in Dubrovnik (eine Klosterapotheke die später auch öffentliche Apotheke wurde) wird oft als älteste Apotheke Europas bezeichnet. Als Gründungsjahr wird 1317 angegeben, damit zählt sie jedenfalls zu den ältesten ununterbrochen betriebenen Apotheken Europas. Denn die 1312: gegründete (und damit 5 Jahre ältere) Apotheke Zum roten Krebs (U červeného raka) in Preßburg (ung. Pozsony, heute Bratislava) gibt es leider nicht mehr. Seit 1960 ist dort ein Pharmaziemuseum.

In Österreich wird die erste Apotheke 1303 in Innsbruck urkundlich erwähnt, 1320 in Wien, 1344 in Krems und 1348 in Wiener Neustadt.

Die älteste Wiener Apotheke ist die Feldapotheke „Zum goldenen Greif“, die, 1320 gegründet, bis heute auf dem Stephansplatz besteht. Es folgten „Zum schwarzen Bären“ und „Zum schwarzen Mohren“, die bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts zurückverfolgt werden können und denen „Zur goldenen Krone“ (spätestens 1380) und „Zum goldenen Hirsch“ folgten. Um 1440 wurden „Zum roten Krebs“ und „Zum weißen Engel“ gegründet. Die Namensgebung orientierte sich oft an bereits vorhandenen Hausschildern. Acht der ältesten Apotheken Wiens bestehen an neuen Standorten bis heute.

KLOSTERAPOTHEKEN

Im wesentlichen kann man in Österreich der Entwicklung nach zwei Arten von Klosterapotheken unterscheiden. Zunächst Klöster mit Pilgerherbergen (z.B. Benediktiner, Zisterzienser, Augustiner-Chorherren), die zur Pflege der Erkrankten Arzneien benötigten, die sie, solange es noch keine öffentlichen Apotheken gab, notgedrungen selber herstellen mussten. In Österreich ist die älteste dieser Klosterapotheken im 1074 gegründeten Benediktinerstift Admont mit Sicherheit Mitte des 12. Jhdt. nachweisbar. In Wien befand sich die älteste Pilgerherberge auf der Freyung und gehörte zu dem Kloster der 1158 durch Herzog Heinrich II. Jasomirgott nach Wien berufenen Schotten. Die Bedeutung dieser Klöster und ihrer Pilgerherbergen für die sanitäre Betreuung der Bevölkerung war sehr groß, waren doch besonders in den ländlichen Gebieten Österreichs bis weit in das 16. Jhdt. hinein Klöster fast die einzigen Stellen, an denen sich Kranke einigermaßen fachlichen Rat und Arzneien holen konnten. So gab es z.B. in Niederösterreich bis Mitte des 16. Jhdts. nur in vier Ortschaften öffentliche Apotheken (Wiener Neustadt, St. Pölten, Krems, Melk).

Die zweite Art von Klosterapotheken sind Apotheken, die von Orden errichtet wurden, deren Hauptaufgabe die Krankenpflege ist, und die daher immer mit einem Spital verbunden sind. Der erste Krankenpflegerorden in Österreich war der der Brüder vom Heiligen Geist (gegründet 1198). Dieser Orden übernahm das von Herzog Leopold V. 1211 gegründete bis 1529 bestehende Heiligengeistspital in Wien. (Das Spital stand am Wienfluss, heute 4. Bezirk, Karlsplatz/Wiedner Hauptstraße, seinerzeit außerhalb des Kärntnertors südlich des Wienflusses gelegen). Zu dieser zweiten Art von Klosterapotheken gehören auch die öffentlichen Apotheken der Spitäler der Barmherzigen Brüder und die nichtöffentlichen Apotheken der Klosterspitäler.

Ein herzliches Dankeschön an Mag. pharm. Franz Biba, der uns mit diesem historischen Einblick unterstützte.😊
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Biba Franz herzlichen Dank noch einmal!😊

Sehr interessant zu lesen. Vielen Dank für diesen wertvollen Content!

danke für diesen überaus interessanten artikel 💊💊💊

Interessant 👌👍👋

Sehr interessant, danke!!! 👏👏

Man kann immer noch dazu lernen.. 😲😉👍❤️

Toll 🙂

Es ist bekannt, dass der Orient vor dem Okzident bereits sehr grosses Wissen in diversen Bereichen hatte. Jetzt ist es umgekehrt. Der Orient ist ins tiefste Mittelalter zurückgekehrt. Schade.

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Brr, das passt heute gut! 😁

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Jetzt im November: Beim Kauf von zwei ätherische Ölen bekommen Sie ein Drittes von uns gratis dazu!
Riechen Sie auch schon das Winteraroma?

Ihr Team der Apotheke Mauerbach!

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Riechen Sie auch schon das Winteraroma?

Ihr Team der Apotheke Mauerbach!
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Gilt die Aktion nur für die Apofit, oder auch für die Primavera? Tolle Aktion 👌💕🥰

...ich mit Leib und Seele Apothekerin bin? Wenn Sie Rat bei Gesundheitsthemen brauchen, bin ich für Sie da!

Mag. pharm. Valerie Huemer und das Team der Apotheke Mauerbach!

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Mag. pharm. Valerie Huemer und das Team der Apotheke Mauerbach!
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Sehr sehr kompetente Frau Magista. Nett freundlich so wie alle in euren Team.

Wo

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